Die Erstehung

Im Jahr 1960 war die Siedlung Wilhelmshöhe im Schatten der Zeche Bruchstraße auf etwas fünftausend Einwohner angewachsen. Es war kein Wunder, dass aus der Mitte der Bevölkerung - hauptsächlich Bergleute und ihre Familien - der Wunsch nach einem Sportverein laut wurde. Einige tatkräftige Wilhelmshöher, mit Adolf Waßmann an der Spitze, setzten sich zusammen und gründeten im März jenes Jahres den

SuS Wilhelmshöhe. Unter der Agide des Ersten Vorsitzenden Erwin Hüllen, der damals den Polizeiposten inne hatte, wuchs der Verein sehr schnell, konnte mehrere Senioren- und einige Jugendmannschaften melden. Später wurde auch eine Mädchenabteilung ins Leben gerufen.

 

Das Vereinsleben war sehr rege. Herrn Hüllen lag besonders die Jugend am Herzen, ohne dass er die anderen Abteilungen vernachlässigte. Er organisierte Zeltlager und größere Sommerfahrten ins benachbarte Holland und gar nach Italien. Mit einer holländischen Mannschaft, aus Wageningen, bestand jahrelang ein enges Verhältnis, das sich im privaten Bereich fortsetzte. Stets furh der Erste Vorsitzende mit seiner Gattin Otti mit. Ihm zur Seite stand eine Reihe verläßlicher Mitarbeiter im Vorstand und in der Jugendabteilung.

Austragungsstätte der Heimspiele war zunächst der Zechenplatz der Bruchstraße, bis der Platz von Opel beansprucht wurde. (Die Zeche war inzwischen stillgelegt). Die sportlichen Erfolge hielten sich in Grenzen. Meist nur knapp wurde der Aufstieg in die 1. Kreißliga verpaßt. Man denkt nur an die legendären "Endspiele" gegen Langedreerholz und Ruhrtal Witten.


Ein neuer Platz musste her. Der Vorstand bemühte sich gleich um eine größere Anlage. Zunächst wurde an der Everstalstraße ein Ascheplatz in Betrieb genommen.

1967 wurde im Beisein der Stadtväter der Rasenplatz eingeweiht, am Fuße der Ritterbrauerei. Hier zeigte sich bei einem doch noch relativ kleinen Vereindie vorbildliche Sportstättenpolitik der Stadt Bochum.

Im darauffolgenden Jahr legte Erwin Hüllen sein Amt nieder, und Hennes Welt, der bisdahin als 1. Kassierer gearbeitet hatte, übernahm den Vorsitz. Trainer wurde Berni Gunnemann. Unter ihm und mit dem Obmann Heinz Schmalz gelang der lang überfällige Aufstieg in die erste Kreisklasse. Und was niemand für möglich hielt, gleich im nächsten Jahr konnte mit demselben Gespann der Erfolg wiederholt werden, Aufstieg in die Bezirksklasse 14, in die "Hagener Gruppe". Lange Jahre konnte sich die Erste dort halten, obwohl keine Leute "gekauft" wurden. In erster Linie rückte eigener Nachwuchs nach. Der SUS Wilhelmshöhe hatte sich immer besonders um die Jugend bemüht, mit wechselnden Jugendleitern, z. B. Heinz Schmalz, Günther Eicke, Alfred Schmalz und H. Träger. Am längsten diente Hubert Sperling als Jugendleiter.

Die erste Mannschaft konnte sich also unter verschiedenen Trainern, darunter Alfred Schmidt und Hubert Chroscinski, in der Bezirksklasse behaupten. Für ein Jahr spielte man auch oben in der "Dortmunder Gruppe" mit. Leider erfolgte unter Horst Laschober 1977 der Abstieg in die 1. Kreisklasse. 

1978 nahm Hennes Welt nach langen Jahren seinen Hut, um das Amt in jüngere Händen zu legen. Ihm folgte für ein Jahr leider nur Hermann Zickermann. Er übergab den Vorsitz dem gebürtigen Saarländer Rainer Martin, der sich in den zehn Jahren, in denen er hier oben wohnte, zu einem waschechten Wilhelmshöher entwickelt hatte. 

Aus beruflichen Gründen legte er nach zwei Jahren sein Amt nieder, und die Hauptversammlung wählte einmütig den langjähren Obmann Heinz Schmalz in Anerkennung der Verdienste, die er sich bis dahin um den Verein erworben hatte. Doch zwang ihn seine Gesundheit, schon nach zwei Jahren, 1983, die Geschäfte abzugeben. Seitdem führte Günter Kruska, der aus der eigene Jugend hervorgegangen ist, den Verein, der seit Jahren auch eine dritte Mannschaft besitzt.

Der SuS Wilhlemshöhe ist verglichen zu einigen Nachbarn, ein noch junger Verein. Trotzdem hat er schon eine kleine Tradition und ist aus dem Bereich Langendreer/Werne nicht mehr wegzudenken.


W.Welt geschrieben für die Jubiläumsausgabe

25 Jahre SuS Wilhelmshöhe

1960-1985